Herrnhut - Die Stadt der Sterne

 

Auf halber Strecke zwischen Löbau und Zittau liegt Herrnhut. Der Ort wurde 1722 von protestantischen Glaubensflüchtlingen aus Mähren auf dem Land von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf gegründet. Herrnhut genießt vor allem durch das Wirken der Evangelischen Brüder- Unität eine weit über die Landesgrenzen hinausgehende Bekanntheit. Dies ist auch  zwei Herrnhuter „Exportschlagern“ zu verdanken: Den Losungen – einem seit 1731 jährlich erscheinenden Andachtsbuch sowie den seit 1897 hergestellten Herrnhuter Sternen.

Das harmonische und homogene Stadtbild wird durch die planmäßige Anlage im Stil des Herrnhuter Barock geprägt. Gäste finden hier eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten. Am zentralen Zinzendorfplatz lädt der eindrucksvolle Kirchensaal der Brüdergemeine zu einem Besuch ein. Das nur 100 m entfernt liegende Heimatmuseum gibt einen authentischen Einblick in die Altherrnhuter Wohnkultur der Biedermeierzeit. Erlesene Möbel, handgedruckte Tapeten und eine bemerkenswerte Gemäldesammlung machen das Museum zu einem Kleinod der Oberlausitzer Museumslandschaft.

Das Herrnhuter Völkerkundemuseum wiederum zeigt die umfangreiche ethnographische Sammlung der Herrnhuter Missionare. Am Fuße des Hutberges liegt der beeindruckende Gottesacker. Dieser bis heute genutzte Friedhof der Brüdergemeine ist mit seinen knapp 6.000 gleichförmigen Grabsteinen ein einzigartiges Kulturdenkmal. Oberhalb des Gottesackers steht das Wahrzeichen Herrnhuts, der Hutbergaltan. Von diesem Aussichtssturm bietet sich eine großartige Panoramasicht zum Zittauer Gebirge und in die Nachbarländer.

Den Besuch in Herrnhut rundet ein Ausflug in die Herrnhuter Sterne Manufaktur ab, wo neben einer historischen Ausstellung mit Filmvorführung auch die Herstellung der traditionellen Papiersterne besichtigt werden kann.